Das Bürsten deiner Katze...

 

 

Gewöhnung:

Daß Fellpflege Spaß machen kann, hört und liest man oft. Was aber, wenn diese Aussage auf die eingene Katze so ganz und gar nicht zutrifft?

Nicht nur langhaarige Katzen können angesichts einer Bürste zur Furie mutieren und selbst manche der prinzipiell pflegeleichten Kurzhaarkatzen machen sich beim Anblick einer Bürste häufig aus dem Staub.

Fellpflege aber ist notwendig, weil alle Katzen ungeachtet der Haarlänge ihres Fells das ganze Jahr über Haare verlieren. Deshalb sollte man möglichst bereits Jungtiere ans Kämmen und Bürsten gewöhnen. Dabei achtet man am besten von Anfang an auf feste Zeiten für das Pflegeprogramm, so daß sich ein regelmäßiger Rhythmus einspielt. Die Katze sollte darüber hinaus möglichst ruhig und entspannt sein - nicht gerade in erregter Spiellaune. Trainiere bewusst immer dieselbe Handgriffe in derselben Reihenfolge und sprech dabei leise und beruhigend mit dem Tier. Die Prozedur sollte mit sanften Streicheleinheiten beginnen, erst dann bietet es sich an, zunächst vom Kopf aus Richtung Schwanz zu bürsten. Es folgen in Abwärtsbewegungen die Flanken der Katze, zuletzt die "Problemzonen": der Kehlbereich, der Bauch und schließlich die Achseln.

Katzen präsentiern ihre Unterseite nur widerwillig. Im Kehlbereich würde ein Gegener zum Todesbiss ansetzen; die Rückenlage wiederum ist eine typische Verteidigungshaltung, in der die Katze Angreifer mit den Krallen der Hinterpfoten vehement abwehrt.

Hier heißt es Geduld zu bewahren und Vertrauen aufzubauen. Erzwinge nichts, belohne bereits kleine Erfolge mit einem Leckerchen oder zusätzliche Streicheleinheiten und beende die Sitzung sofort, wenn die Katze unruhig oder aggressiv wird. Viele Samtpfoten "quälen" übrigens im Anschluss mit Begeisterung das Pflegewerkzeug, um sich das Ding "untertan" zu machen bzw. als Übersprungreaktion, um Anspannung abzubauen. Gönne deinem Tier diesen Sieg.

Auch kann es hilfreich sein, der Katze noch vor der ersten Pflegebehandlung einmal die Bürste hinzulegen, damit die Katze das ungewöhnliche Objekt beschnuppern und ertasten kann. Sie wird schnell herausfinden, daß das seltsame Ding nicht lebt - und nicht von sich aus angreift.

das sind unsere Bürsten. Wobei die Linke unser Favorit ist.

Aufgepasst!

 

- Verfilzte oder verknotete Stellen nicht mit Gewalt bearbeiten, sondern vorsichtig Stück für

   Stück mit einem großzinkigen Kamm lösen. In besonders hartnäckigen Fällen hilft nur die

   Schere.

- Die Belohnung nicht vergessen: Leckerchen und zusätzliche Streicheleinheiten entschädigen

   fürs Stillhalten.

- Das Tier nicht überfallartig auf den Rücken drehen.

- Katzen mit lockigem Fell (Rex) niemals gegen den Strich streicheln oder bürsten, weil das

   Haar dann brechen kann.

- Nach dem Bürsten und Kämmen stets mit feuchten Händen über das Fell streichen, um lose

   Resthaare zu entfernen und so das Abschlucken von Haaren und die Bildung von

   Haarballen im Magen zu vermeiden.

 

 

 

Quelle: "Meine Katze Gesund und Fit" von Ursula Birr

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